Pressespiegel 2001

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DeWeZet vom 10.01.2001
Impuls: Beratung und Vermittlung erfolgreich
94 Prozent der Kvaerner-Beschäftigten beruflich qualifiziert

Landkreis (ks).
Die gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung Landkreis Hameln-Pyrmont mbH Impuls (ehemals Aktion Beschäftigung e.V.) konnte zum Jahresende eine außerordentlich erfolgreiche Bilanz vorstellen.
Bei der Stillegung der Bison/ Kvaerner-Werke in Springe vor zwei Jahren war es gelungen, für die von Entlassungen betroffenen Mitarbeiter einen Sozialplan abzuschließen. Im Frühjahr 1999 übernahm Impuls die Aufgabe, diesen Sozialplan umzusetzen und 88 entlassene Mitarbeiter in der Auffanggesellschaft Kvaerner zu beraten, zu qualifizieren und beim Übergang in einen neuen Beruf zu unterstützen.
Die Qualifizierungskosten wurden von der ArbeitsVerwaltung getragen, und die Remanenzkosten (Sozialversicherungsbeiträge) hatte das Unternehmen Kvaerner zu bezahlen. 88 ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens wurden für ein Jahr bei der Auffanggesellschaft angestellt und hatten dabei die Möglichkeit, sich auf einen neuen Berufsweg vorzubereiten. 71 haben einen neuen Arbeitsplatz gefunden, zwei haben den Schritt in die Selbständigkeit gewagt, zehn haben das Jahr als Uberbrückungsphase
genutzt, um anschließend in Rente zu gehen. Lediglich fünf ehemalige Mitarbeiter haben noch keine neue Anstellung gefunden.
Das bedeutet, dass 94 Prozent der ehemaligen Kvaerner-Be-schäftigten bei der Impuls GmbH erfolgreich beraten und betreut wurden und einen Wiederein-stieg in den Arbeitsmarkt gefunden haben. Zu Beginn erfolgten intensive Einzelberatungen und bei jedem Klienten wurde eine genaue Analyse seines bisherigen Berufsweges erstellt. Aus diesen Analysen ergaben sich Ansatzpunkte, die zu weiteren Qualifizierungen führten, entweder im handwerklich-produzierenden Bereich oder im kaufmännisch-bürotechnischen Bereich. Wegen des hohen Durchschnittsalters der Klienten erwiesen sich vorherige Praktika in Betrieben und Institutionen als gute Instrumente für den Wiedereinstieg. Die Vermittlung der Klienten in den ersten Arbeitsmarkt zeigte, dass überwiegend kleine oder mittlere Betriebe Interesse an den berufserfahrenen und gut qualifizierten Arbeitskräften hatten. Für viele der neuen Mitarbeiter bedeutete das eine Umstellung, da sie es gewohnt waren, in einem Großbetrieb zu arbeiten.


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DeWeZet vom 02.05.2001
"Impuls" bietet Forum für Künstler
Unterstützung bei der Präsentation der Werke

Hameln-Pyrmont (dwz).
Die Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung Landkreis Hameln-Pyrmont "Impuls" lädt in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Weserbergland Maler, Hobby- und Freizeitkünstler ein, ihre Werke in den Räumen von "Impuls" auszustellen.

Seit 1999 arbeitet die Beschäftigungsgesellschaft des Landkreises "Impuls" in den Räumen des ehemaligen "Süßen Kaufhauses" in Hameln am Multimarkt. In den neu gestalteten Räumen findet dort neben der beruflichen Qualifizierung vor allem die berufliche Beratung für Sozialhilfeempfänger und Langzeitarbeitslose statt. Es herrscht im Hause "Impuls" also ein reger Publikumsverkehr. Viele dieser Bebsucherinnen und Besucher haben bisher kaum einen Zugang zu Kunst und Malerei und gehören auch nicht zu den regelmäßigen Besuchern der heimischen Kunstausstellungen und Galerien. Andererseits haben viele Menschen die Zeiten der Arbeitslosigkeit und andere Unterbrechungen im Berufsleben

(Erziehungszeiten, berufliche Umorientierung, Umschulung, Frührente und so weiter) genutzt und angefangen, sich kreativ mit Kunst und Malerei auseinander zusetzen.
Von dieser Situation ausgehend wird "Impuls" nun in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Weserbergland ein neues Forum für Kunst und Malerei anbieten.
Im Rahmen einer ständigen Bilderausstellung in den Räumen von "Impuls" sollen vor allem die Menschen eine Chance bekommen, ihre Kunstwerke in der Öffentlichkeit zu zeigen, die bisher dazu keine Möglichkeit hatten. Durch die Förderung der Stiftung der Sparkasse Weserbergland ist es zusätzlich möglich, die Künstler bei der Präsentation ihrer Werke zu unterstützen.
Die Maler oder Künstler, die daran interessiert sind, in den Räumen der Beschäftigungsgesellschaft "Impuls" auszustellen, senden bitte ihre formlose Bewerbung möglichst mit einem Foto ihrer Werke bis zum .31. Mai an: "Impuls" gGmbH, Werkstraße 5, 31789 Hameln, Telefon (05151)9821-0.


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DeWeZet vom 12.05.2001
Tarifvertrag sichert Zeitarbeiter ab
Impuls und IG Metall schlossen Vertrag ab

Hameln-Pyrmont.
Die Beschäftigungsgesellschaft des Landkreises Hameln-Pyrmont Impuls Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung und die IG Metall haben einen Tarifvertrag für den Bereich der gemeinnützigen Arbeitnehmerüberlassung abgeschlossen.
Seit August des Jahres 2000 hat die Impuls gGmbH im Zuge ihrer Bemühungen um verstärkte Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt eine Abteilung für " Arbeitnehmerüberlassung" geschaffen. Diese im Landkreis bisher einmalige besondere Form der Zeitarbeit bietet Betrieben des Arbeitsmarktes in der Region geeignete, ehemalige Sozialhilfeempfänger und Arbeitslose zur zeitweisen Beschäftigung an. Durch die Erfahrungen, die die dort eingesetzten Leiharbeitnehmer sammeln können, verbessern sich die Chancen, dauerhaft eine Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden.

"Die IG Metall hat sich um den Abschluss eines Tarifvertrages für die Beschäftigten in diesem Bereich bemüht, weil damit für den oft noch ungeschützten Bereich der Zeitarbeit gesicherte Mindestbedingungen für die Beschäftigten gesichert werden", so Peter Kurbjuweit, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Hameln. Impuls-Geschäftsführer Wolfgang Meier verbindet mit dem Abschluss des Tarifvertrages aber darüber hinaus auch die Erwartung, dass auf diese Weise eine gesteigerte Akzeptanz der Arbeitnehmerüberlassung erreicht werden kann. Der jetzt abgeschlossene Tarifvertrag und das Prinzip, die Beschäftigten jeweils nach dem Tarif des Entleihbetriebs zu entlohnen, garantiert nach Auffassung von Impuls, dass es zwischen Stammarbeitskräften und Zeitkräften keine unterschiedliche Entlohnung und dann auch keine Konflikte gibt.


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DeWeZet vom 22.06.2001
Arbeit statt Sozialhilfe: Neuer Job für 283 Frauen und Männer
Impuls GmbH legt Eingliederungs-Bilanz für das Jahr 2000 vor / Perspektiven

Hameln-Pyrmont (ks).
Außerordentlich erfolgreich gearbeitet wird bei der Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung Landkreis Hameln-Pyrmont GmbH Impuls. Das weist die für das Jahr 2000 erstmals vorgestellte Eingliederungsbilanz deutlich aus.

Die von Geschäftsführer Wolfgang Meier und Holger Reinecke vorgestellte Eingliederungsbilanz gibt Einblicke in die Tätigkeitsbereiche der Impuls GmbH und stellt auch die Wirksamkeit der Hilfen für betroffene Menschen übersichtlich dar. Zunächst wurden im vergangenen Jahr 1003 Sozialhilfeempfänger aus dem gesamten Landkreis im Eingliederungsbüro beraten. 500 von ihnen schieden aus unterschiedlichen Gründen bis Ende 2000 aus der Beratung aus. Die betreute Personengruppe war durch einen geringen Bildungsstand und fehlende Qualifikation gekennzeichnet. Für etwa ein Drittel der Hilfesuchenden war Deutsch nicht die Muttersprache, so dass wegen mangelnder Sprachkompetenz die Kommunikationsmöglichkeiten deutlich eingeschränkt waren. Durch einen Sprachkurs für 20 Teilnehmer und einen Alphabetisierungskurs für zwölf Teilnehmer wurden die sprachlichen Fähigkeiten verbessert.

Einsparungen bei der Sozialhilfe

Im Jahre 2000 wurden insgesamt 283 Sozialhilfeempfänger in Sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen überfuhrt. Die dabei vermittelten Personen hatten

zuvor Sozialhilfeleistungen in Höhe von 18000 Mark pro Person und Jahr erhalten, so dass durch diese 283 Arbeitsaufnahmen innerhalb von drei Jahren Sozialhilfeleistungen in Höhe von 14 Millionen Mark eingespart werden. Die im Landkreis für Sozialhilfeempfänger durchgeführten Qualifizierungsmaßnahmen hatten verschiedene Ausrichtungen. Bei den Jugendlichen ist es vorrangiges Ziel gewesen, diese zu erreichen und an die Arbeit heranzuführen. Dennoch ist es gelungen, 63 Jugendliche in den ersten Arbeitsmarkt und 16 in eine Ausbildung zu vermitteln.
Durch die Aktivitäten der Impuls GmbH konnten im Jahre 2000 479 Menschen eine Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen. 283 von ihnen hatte Sozialhilfe bezogen. 328 Personen fanden eine Stelle
im ersten Arbeitsmarkt und 23 haben eine Ausbildung oder Umschulung begonnen.
Diese Zahlen untermauern die Bedeutung der kommunalen Beschäftigungsförderung und beweisen, dass die Impuls GmbH sich als hervorragendes Instrument der Vorbereitung auf Arbeit und Integration in Arbeit bewiesen hat. Zu den Perspektiven für das Jahr 2001 sagte Meier: "Wir haben festgestellt, dass viele Menschen, die zu uns kommen, aus unterschiedlichen Gründen nicht problemlos vermittelbar sind. Deshalb wollen wir künftig konkrete Hilfsangebote in Form einer Gruppenberatung unterbreiten. Unterschiedliche Problemgruppen sollen in Seminaren betreut und geschult werden. Das soll Modellprojekt werden und die Einstiegsvoraussetzungen verbessern."



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DeWeZet vom 04.09.2001
Mit Kunst gegen Behörden-Ambiente
Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung verwandelte Gänge in Galerie

Hameln-Pyrmont (bin).
Gegen das nüchterne Ambiente des Bürogebäudes der Impuls gGmbH, der "Gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung", soll Kunst helfen. Zur Eröffnung der Ausstellung "Kunst im Hause" kamen zahlreiche Gäste.

Die Impuls gGmbH hat das Ziel, Langzeitarbeitslose und Sozialhilfeempfänger wieder, in die Arbeitswelt einzugliedern. Mitarbeiter können innerhalb eines Jahres Qualifizierungen in den Bereichen Hauswirtschaft, Altenpflege, Recycling/ Aktenvernichtung, Dienstleistungen und Holz oder Metallverarbeitung erlangen. Im Rahmen eines "Tages der offenen Tür" wurde nun in dem Gebäude der Impuls gGmbH eine Kunstausstellung eröffnet.

Geschäftsführer Wolfgang Meier erläuterte in seiner Rede, dass das Gebäude in der Werkstraße im Gewerbegebiet "Multimarkt" erst kürzlich dauerhaft übernommen und renoviert worden sei. Trotz aller Bemühungen, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, blieb im Hause ein tristes Behörden-Ambiente. Die Ausstellung "Kunst im Hause" solle nun dazu beitragen, den Kunden ein freundliches Bild zu vermitteln und vielleicht auch ermuntern, selbst kreativ tätig zu werden.
In dem Treppenhaus und auf den Gängen sind Gemälde und Fotografien verschiedener Künstler, die zum Teil noch nie in der Öffentlichkeit ausgestellt haben, zu sehen. Die meisten ausgestellten Werke können käuflich erworben werden.

 

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HAZ vom 05.10.2001
HAMELN-PYRMONT/ Arbeitsamt startet neues Projekt
für Langzeitarbeitslose und bittet um Hilfe
Kreative Beschäftigungsideen gesucht

Mit einer ungewöhnlichen Idee will
das Arbeitsamt Hameln den Langzeitarbeitslosen im Landkreis helfen: In einer Börse sollen Projekte gesammelt werden, an denen Erwerbslose arbeiten können.

Die Initiative "Ideen für Arbeit" wird vom Arbeitsamt Hameln und dem Landkreis Hameln-Pyrmont getragen und startet zeitgleich in den Arbeitsämtern der Landkreise Holzminden und Schaumburg. Von den drei Arbeitsämtern geförderte Mitarbeiter haben schon jm April begonnen, geeignete Projekte zu sammeln: Nun wenden sich die Arbeitsämter an die Öffentlichkeit, mit der Bitte, Ideen schriftlich oder telefonisch dem Arbeitsamt zu melden (siehe unten). Dabei muss das Arbeitsamt sicherstellen, dass solche Projekte nicht den ersten Arbeitsmarkt treffen und bestehenden Betrieben Aufträge wegschnappt.
"Die Vorschläge sollten möglichst konkret sein", bat der Hamelner Arbeitsamtsdirektor Bernard Grote bei der Vorstellung des Projekts. Das könnte der Hinweis sein, dass eine Grünfläche von Müll gereinigt werden muss oder in einer gemeinnützigen Einrichtung dringend einige Zimmer gestrichen werden sollten. Für Hameln-Pyrmont koordiniert Kerstin Schwigon von der landkreiseigenen Beschäftigungsgesellschaft Impuls das Projekt. Unter anderem könnten Langzeitarbeitslose Wege in Ordnung bringen, Feuchtbiotope anlegen und Frühstücks-Kantinen in Schulen betreuen, sagt sie.
Im Blick haben die Fachleute eine Gruppe von etwa 6300 Langzeilarbeitslosen im Weserbergland. Das sind Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind. Etwa 55 Prozent sind männlich. Gut 4100 davon sind länger als vier Jahre arbeitslos. Von den 6300 sind etwa 40 Prozent zwischen 30 und 45 Jahren alt.

Warum lebt eine so große Gruppe - die meisten in den besten Jahren - von Arbeitslosen- oder Sozialhilfe? Analysen hätten gezeigt, dass viele der Betroffenen gesundheitliche oder psychische Probleme hätten, erläuterte Grote. Deshalb sei der Ruf nach Fortbildungen auch keine Lösung. "Viele haben sich selbst aufgegeben." Ein Arbeitsloser mit einem Drogenproblem etwa könne eine anspruchsvolle Qualifizierung gar nicht durchstehen. Weil viele der Betroffenen aus psychischen oder physischen Grünen nur wenige Stunden am Tag arbeiten könnten, sind auch Ideen für bescheidene Projekte willkommen, etwa eine Einkaufshilfe für Senioren oder einen Schneeräumdienst für Hausbesitzer. Ein ähnliches Projekt in der Bundesrepublik sei ihm nicht bekannt, meinte Grote. Ein Armutszeugnis für die Fachleute, denen Ideen fehlten, sei der öffentliche Aufruf nicht, betonte er. "Wir sind auch nur ein paar Leute, und für die 4000 Betreute brauchen wir mehr Vorschläge." Dabei sollte nicht nur an einfache Hilfstätigkeiten gedacht werden, denn unter den Langzeitarbeitslosen seien auch eine ganze Reihe von Ingenieuren und Geisteswissenschaftlern.
Die Frage nach der Finanzierung der Projekte soll erst behandelt werden, wenn tatsächlich viele gute Ideen eingegangen sind, sagte Grote. Der Erste Kreisrat Jürgen Krumböhmer wies jedoch darauf hin, dass die Betroffenen ja bereits Geld vom Arbeits- oder Sozialamt erhalten. "Wir können uns jetzt fragen, ob wir nur zahlen wollen, oder ob auch etwas dabei herauskommen soll."
Für Hameln-Pyrmont nimmt Kerstin Schwigon die Ideen entgegen: schriftlich bei der Impuls gGmbH, Werkstraße 5, 31789 Hameln, telefonisch unter (05151) 982123 und per Fax unter (05151)982135.


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