Pressespiegel 2002

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Hamelner Markt vom 30.01.2002
Viele fanden einen Job

Hameln. Vierzehn Teilnehmerinnen der von der Beschäftigungsgesellschaft "Impuls" durchgeführten Qualifizierungsmaßnahme "Hilfe in der Hauswirtschaft" erhielten gestern ihre Zertifikate für die erfolgreiche Absolvierung des Kurses.
Maßnahmeleiterin Dagmar Priesett, die Fachanleiterin Romana Winnefeld und die Sozialpädagogin Bettina Kritsch hatten die vierzehn zuvor über einen größeren Zeitraum arbeitslos gewesenen Frauen während einer einjährigen Qualifizierung begleitet.
Die Ausbildung erfolgte in längeren Theorie- und Praxisblöcken. Der praktische Teil wurde im Landkreis bei Großküchen, Altenheimküchen und Kantinen absolviert.

Zu den Ausbildungsinhalten zählten unter anderem Ernährungslehre, Nahrungszubereitung, Reinigung, Materialkunde, Materialpflege, Gerätekunde und Wäschepflege.
Besonders stolz sind die Mitarbeiterinnen der gemeinnützigen Einrichtung darauf, dass alle vierzehn Frauen nicht nur durchgehalten, sondern die meisten von ihnen sogar schon einen entsprechenden Job gefunden haben.
Die Maßnahme wurde vom Landkreis, dem Land Niedersachsen und dem Europäischen Sozialfonds gefördert.


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Hamelner Markt vom 06.02.2002
Eigenes Jugendbüro?

Hameln-Pyrmont (ing).
Zuversichtlich, dass der Landkreis Hameln-Pyrmont schon in Kürze über ein eigenes Jugendbüro verfügt, zeigt sich Heidi Pomowski.

"Wir haben Ende letzter Woche einen entsprechenden Antrag an die Bezirksregierung gestellt, um Aufnahme in dieses landesweit geförderte Modellprojekt, dass in einigen Landkreisen schon realisiert ist, zu finden", so die Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales beim Landkreis optimistisch.
Angesiedelt werden soll die Anlaufstelle für junge Menschen bei der für Hameln-Pyrmont zuständigen Beschäftigungsgesellschaft "Impuls" in Hameln in der Werkstraße. Dort können sich dann Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren sowie Sozialhilfe-Erstantragsteller Rat einholen, wenn sie vor Problemen stehen, die sie nicht allein bewältigen können. "Zwar gibt es beim Landkreis und auch beim Arbeitsamt schon entsprechende Anlaufstellen, aber durch die Einrichtung des Jugendbüros soll das Ganze intensiviert und zusammengefasst werden", so Heidi Pomowski.

Besetzt sein wird das Büro mit eineinviertel Fachkräften sowie einer Verwaltungskraft. Für die Beratung und Betreuung kommen in erster Linie Sozialpädagogen infrage. Sie unterliegen zwar im Moment starker Nachfrage, aber dennoch dürfte sich für das Büro jemand finden.
Bei einem positiven Entscheid trägt das Land 75 Prozent der Kosten, ein Viertel muss der Landkreis selbst zu der Einrichtung beisteuern. Laut Pomowski läuft das Projekt erst einmal zwei Jahre, wobei alle zwölf Monate dem Landesjugendamt eine "Erfolgsbilanz" vorgelegt werden muss.
Übrigens: Am morgigen Donnerstag werden die Mitglieder des Ausschusses für Gesundheit und Soziales im Landkreise über den von der Verwaltung eingereichten Antrag auf Einrichtung eines Jugendbüros informieren.

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Pressemitteilung vom 12.02.2002
EQUAL-Antrag der Weserbergland Region erfolgreich!
18 Projekte sollen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern

Der Begleitausschuss des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung bewilligte nun trotz aller Schwierigkeiten um die Vergabepraxis bezüglich der nationalen technischen Hilfeeinrichtung den Antrag der Weserbergland Region auf europäische Fördermittel im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative EQUAL. Im vergangenen Jahr hatten sich die Landkreise Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden, das Arbeitsamt Hameln, die Sozialpartner, die Kammern, etliche Unternehmen der Region, Bildungsträger sowie Frauen-, Arbeitslosen- und Behindertenvertretungen zur regionalen Entwicklungspartnerschaft "Job-Jumping Weserbergland - Zukunft sichern durch Familie UND Beruf" zusammengeschlossen. Gemeinsam beantragten sie insgesamt 4,2 Mio. EUR für
die Durchführung von 18 innovativen Projekten in den nächsten dreieinhalb Jahren. Die Kofinanzierung in Höhe von 2,1 Mio. EUR soll durch die drei Landkreise, das Arbeitsamt sowie die beteiligten Unternehmen sichergestellt werden.
Die Gemeinschaftsinitiative EQUAL ist eine Ergänzung zu den vorhandenen Strukturfonds und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert. Ziel ist es, eine transnationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Ungleichheiten und Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt zu begründen. Gemeinsam sollen neue Wege der beruflichen Beratung und Qualifizierung entwickelt und erprobt werden, die Arbeitslosigkeit verhindern helfen. Die Partnerschaft in der Weserbergland Region will nun vor allem sozialhilfeempfangenden und/oder arbeitslosen Menschen mit Erziehungsverantwortung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern.

Ein Maßnahmebündel aus individueller Beratung und Qualifikationsfeststellung, passgenauer Anpassungsfortbildung sowie bedarfsgerechter Kinderbetreuung sollen dabei den beruflichen Wiedereinstieg fördern. Besonderes Merkmal der Strategie ist die durchgängige arbeitsmarktgerechte Ausrichtung alle Ansätze durch betriebsnahe, d.h. dem Bedarf von klein- mittelständischen Unternehmen entsprechende Konzepte.
Darüber hinaus soll für die Einführung flexibler Arbeitsformen und -zeiten (Job-Sharing, flexible Arbeitszeitmodelle, alternierende Telearbeit), die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen, geworben und bei der Umsetzung, Unterstützung und Begleitung angeboten werden.
Erste fruchtbare Kontakte zu spanischen, portugiesischen und italienischen Partnerregionen zum gegenseitigen Austausch und zur Weiterentwicklung der Ideen und Projekte wurden bereits geknüpft. Sie sollen die Entwicklungspartnerschaft mit neuen Anregungen Lösungsansätzen aus Europa beflügeln.
Während derzeit mit der Einrichtung eines EQUAL-Koordinationsbüros beim Landkreis Holzminden die Vorbereitungen für die regionale Zusammenarbeit sowie die transnationale Kooperation auf Hochtouren laufen, ist mit einem Start der Projekte ab Mitte Mai diesen Jahres zu rechnen. Eine EQUAL-Hompage der Weserbergland Region wird demnächst erstellt. Bis dahin sind weitere Informationen über www.bma.de oder www.EQUAL-D.de abzurufen.
Die EQUAL-Projekte im Landkreis Hameln-Pyrmont werden von der Impuls gGmbH durchgeführt.

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HAZ vom 11.06.2002
HAMELN-PYRMONT/ Impuls gGmbH bilanziert erfolgreiches Jahr
Kinder - Betreuungsagentur geplant


Für 326 Frauen und Männer im Landkreis Hameln - Pyrmont endete im vergangenen Jahr die Abhängigkeit vom Sozial- oder vom Arbeitsamt. Mit Hilfe von Impuls, der gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung des Landkreises, fanden sie einen neuen Arbeitsplatz, begannen eine Weiterbildung oder Qualifizierung. 173 Menschen kamen auf dem so genannten ersten Arbeitsmarkt unter. „Ein erfolgreiches Jahr", bilanzierten Geschäftsführer Wolfgang Meier und sein Team gestern im Pressegespräch. Mit Beratungen und Qualifizierungen versucht die Impuls gGmbH, Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfängern wieder ein geregeltes Einkommen zu ermöglichen.
Einer der Schwerpunkte war 2001 der Aufbau einer Dienstleistungsagentur, unter deren Dach derzeit 22 Frauen arbeiten. „Wir bieten hauswirtschaftliche Leistungen für Privatleute und für kleinere Gewerbebetriebe an", erklärte Meier. Dabei werde strikt darauf geachtet, dass Reinigungsfirmen keine Konkurrenz gemacht wird.
92 500 Euro Umsatz verzeichnete die Agentur im vergangenen Jahr. „Wir konnten weitere Aufträge annehmen", sagte Meier. Doch es gebe nicht ausreichend qualifizierte Personen, die in die Haushalte geschickt werden könnten.
Denn die Klienten der Impuls bringen oft nicht nur Defizite in der Ausbildung mit, sondern auch persönliche Probleme. Und die nehmen nach Aussage von Holger Reineke, der sich um den Bereich der Eingliederung kümmert, zu. „Wir müssen die Probleme aufarbeiten, um die Menschen überhaupt arbeitsfähig zu machen."

Das können Sucht- ,Betreuungs-, Mobilitäts- oder Sprachprobleme sein.
Ausgebaut hat Impuls weiter die gemeinnützige Arbeit sowie das Seminarangebot mit Sprachkursen, Alphabetisierungskursen und Bewerbungstraining.
Erstmals stellte das Team die Kosten einer Qualifizierung den Einsparungen für die Sozialkassen gegenüber. Im Projekt „Vorqualifizierung zur Helferin in der Altenpflege" wurden zum Beispiel drei Frauen in die Ausbildung zur Altenpflegerin, weitere neun direkt in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt. Die Kosten des Projekts in Höhe von 179 000 Euro haben sich nach Aussage der Impuls nach 16 Monaten durch die eingesparte Sozialhilfe gegenfinanziert. Auf einen Zeitraum von drei Jahren gesehen, bedeuten das Netto - Einsparungen für die Sozialkasse von 235 554 Euro.
In knapp zwei Wochen wird die Impuls das Jugendbüro Hameln - Pyrmont in den Räumen der Werkstraße vorstellen. Aufgabe des Büros ist eine möglichst lückenloses Fallmanagement für alle Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren, die im Landkreis neu Sozialhilfe beantragen. Ziel ist es, den jungen Sozialhilfeempfänger möglichst zeitnah eine Arbeit oder Qualifizierung anzubieten.
Außerdem soll in diesem Jahr das EQUAL - Projekt anlaufen, das von der Europäischen Union (EU) unterstützt wird. Es sollen Angebote geschaffen werden, die die Verbindung von Familie und Beruf vereinfachen. Impuls denkt dabei unter anderem an die Qualifizierung zur schulischen Betreuungskraft, die Einrichtung einer Kinder - Betreuungsagentur sowie Beratungen für Berufsrückkehrerinnen.

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DeWeZet vom 18.11.2002
Wie EQUAL Hamelner Hilfskräfte fit für den Schulalltag macht
Europäisches Ausbildungsprogramm / Sieben Projekte / Neue Chancen für Frauen


Hameln (ul). An den Schulen tut sich etwas: Mit Einführung der verlässlichen Grundschulen, dem Hamelner Modell der Nachmittagsbetreuung an Grundschulen und dem Aufbau von Ganztagsschulen werden händeringend pädagogische Hilfskräfte gebraucht, die die Schüler außerhalb des Unterrichts betreuen, ihnen Hilfestellung anbieten und pädagogisch sinnvolle Freizeitangebote liefern. Da kam EQUAL wie gerufen – ein europäisches Ausbildungsprogramm zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, unter dessen Namen allein in Hameln sieben Projekte laufen. Eines davon bildet schulische Betreuungskräfte aus und ist mit arbeitslosen Frauen in Hameln, Schaumburg und Holzminden erfolgreich gestartet.
Insgesamt 15 Alleinerziehende aus dem Raum Hameln-Pyrmont werden derzeit in den Räumen der Impuls Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung des Landkreises für ein halbes Jahr fit gemacht, um an den Schulen der Stadt und des Landkreises diese Betreuung leisten können.
Wolfgang Meier, der Leiter der Impuls GmbH, hat zwar noch keinen Cent von der EU überwiesen bekommen, aber das Projekt läuft schon seit August, und er ist optimistisch, dass sich der aufwendige Papierkrieg für Fördergelder, die in Holzminden koordiniert werden, lohnt.
Meier: „Die Bezirksregierung hat bereits ihr Interesse angemeldet, das Projekt im Anschluss erneut laufen zu lassen“. Offenbar, weil sie den Bedarf der Qualifizierung sieht und damit ein Programm unterstützt, das arbeitslosen Frauen den Einstieg in einen Beruf garantiert.

50 Prozent der Kosten trägt im Rahmen von EQUAL der Sozialfonds der EU. Meier: „Jeder ausgegebene Euro muss gegenfinanziert werden und zwar vom Land, Stadt, Sozialamt und freiwilligen Trägern. Wir kooperieren im Netzwerk mit Holzminden und Schaumburg und europaweit mit Belgien und Italien.“

Praktika an den Grundschulen

Da die Ausbildung nur ein halbes Jahr dauert, die Maßnahme aber noch über ein Jahr finanziert wird, lohnt es sich für Stadt, Land und Kommunen, diese Hilfskräfte kostensparend einzustellen und anschließend weiter zu beschäftigen.

Schon jetzt leisten sie unter Anleitung der pädagogischen Projektleiterin Ulrike Dobner-Schäfer und einigen Dozenten auf Honorarbasis Praktika an Grundschulen und zeigten in den Herbstferien an der Grund- und Hauptschule Aerzen, wie Projekte der Betreuung künftig lebendig und pädagogisch sinnvoll funktionieren können. Denn die Frauen lernen in mehreren Bausteinen auf die Nöte und Probleme von Schulkindern einzugehen. Dieses Wissen wird ihnen Ende Februar im Rahmen eine Prüfung in Anwesenheit der Fachaufsicht für Betreuungskräfte, Bernd Himler, abgefragt und attestiert.

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