Pressespiegel 2004

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DeWeZet vom 17.07.2004
Gute Vermittlungsergebnisse: „Impuls" zieht positive Bilanz
Wolfgang Meier: Maßnahmen-Katalog am Arbeitsmarkt orientiert

Hameln-Pyrmont (ni). Die Landkreiseigene Beschäftigungsgesellschaft Impuls hat für das vergangene Jahr eine positive Bilanz vorgelegt. Trotz der anhaltenden Krise auf dem Arbeitsmarkt konnte die gemeinnützige GmbH mehr Menschen in den ersten Arbeitsmarkt und in sozialver- sicherungspflichtige Jobs ver­ mitteln als in 2002.

1350 Menschen zu Jahresbeginn erfasst

Im Eingliederungsbüro von Impuls waren zum Jahresbeginn 1350 Menschen erfasst, die mit Hilfe der kommunalen Einrichtung den Einstieg in den Arbeitsmarkt suchten. 1000 Neuanmeldungen kamen im Laufe des Jahres dazu, 650 Ratsuchende schieden aus der Beratung aus. 185 Männer und Frauen schafften den Absprung in den ersten Arbeitsmarkt, insgesamt 418 in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Im Schnitt waren im vergangenen Jahr 240 Menschen bei Impuls beschäftigt.

Wolfgang Meier, Geschäftsführer der Beschäftigungsgesellschaft, wertet die guten Vermittlungsergebnisse als Beleg dafür, dass die von Impuls angebotenen Maßnahmen zur Vorbereitung, Qualifizierung und Beschäftigung von arbeitslosen Menschen „richtig konzipiert sind, weil sie sich an den Erfordernissen des Arbeitsmarktes orientieren". Auf der anderen Seite sei das dichte Geflecht unterschiedlicher Angebote auch ausgerichtet auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen, die ohne diese Form der Unterstützung und Betreuung auf dem Arbeitsmarkt chancenlos blieben. Unter dem Dach von Impuls gibt es beispielsweise Programme speziell für junge Leute, die keinen Job gefunden haben. Und die mit sanftem Druck und intensiver Betreuung in die Lage versetzt werden sollen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, statt sich in einem Leben am Tropf staatlicher

Fürsorge einzurichten.

Andere Angebote sind maßgeschneidert etwa für Eltern in Erziehungsverantwortung, wieder andere für ältere Langzeitarbeitslose. Finanziert werden die Maßnahmen so wohl über den Landkreis Hameln-Pyrmont, der damit Arbeit statt Sozialhilfe bezahlt, als auch über Förderprogram me des Bundes, des Landes und der Europäischen Union. Die gute Vermittlungsquo te des vergangenen Jahres macht deutlich, dass die seit Bestehen von Impuls immer stärkere Differenzierung der Qualifizierungs- und Beschäf­ tigungsangebote der richtige Weg ist, um für Arbeitslose mit unterschiedlichem Qualifizierungs-, Kenntnis- und Erfahrungsniveau das individuell passende Angebot bereitstellen zu können.

Dass sich dieses Engagement langfristig auszahlt, zeigen die erstmals von der Beschäftigungsgesellschaft präsentierten Zahlen zur „Nachhaltigkeit". Danach standen von 83 Personen, die im Jahr 2001 von Impuls direkt in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt
wurden, im April 2004 noch 48 in einem festen Arbeitsverhältnis.

14 Leiharbeiter wurden übernommen

Von den 14 Leiharbeitnehmern aus dem Programm „Arbeitnehmerüberlassung", die 2002 von den Entleihfirmen in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen wurden, waren Ende 2003 noch zehn in der vermittelten Arbeitsstelle tätig. Von 27 Menschen, die in 2001 eine einjährige Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahme zum Holz- und Metallhelfer durchliefen,
erhielten elf eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt, neun waren bis April 2004 noch beschäftigt.

Die Qualifizierung zur Helferin in der Altenpflege schlossen 13 Teilnehmerinnen im September 2001 ab; sechs von ihnen nahmen danach eine Arbeit auf, vier begannen eine Ausbildung. Bis April 2004 war nur eine der Frauen aus ihrem Beschäftigungsverhältnis ausgeschied en.


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Journal am Sonntag vom 27.06.2004
KiBA schließt erste Kooperation
ABG will jungen Eltern helfen

Hameln (nl). Familie und Beruf - viel zu oft ist die Vereinbarkeit ei ne Herausforderung oder sogar eine Überfor derung für junge Eltern. Abhilfe schafft hier das Projekt „KiBA", die Kinderbetreuungsagentur der Beschäftigungsinitiative „Impuls", die sich seit zwei Jahren dieser Problematik im Land kreis Hameln-Pyrmont angenommen hat. Ein offenes Ohr und Unterstützung hat KiBA jetzt bei dem ersten gewerblichen Kooperationspartner in Hameln gefunden: bei dem Teermaschinenbauer ABG.

Seit zwei Jahren baut Projektleiterin Kerstin Lehmer das Angebot der KiBA im Weserbergland auf, stellte die Leistungen schon bei etlichen Firmen vor. Doch das Interesse der Unternehmen sei gering. „Meistens haben wir es mit Männern zu tun, die sich sehr schwer tun. Das Thema Kinderbetreuung ist ihnen oft fremd, sorgt manchmal sogar für Unverständnis", weiß Lehmer aus ihrer Erfahrung. Doch damit nicht genug: „Ich habe auch schon zu hören bekommen, dass Personalleiter sehr froh waren, dass Frauen sich zu Hause um die Kinder kümmern mussten, ihren Arbeitsplatz nicht mehr wahrnehmen. Dann würden wenigstens die Arbeitsplätze frei."

Doch genau an dieser Stelle will das KiBA-Projekt, das mit Fördergeldern aus dem Europäischen Sozialfonds im Rahmen seiner Gemeinschaftsinitiative „Equal“ finanziert wird, helfen und allen Müttern oder auch erziehenden Vätern eine Chance auf einen Wiedereinstieg in die Berufswelt ermöglichen. „Mit bedarfsgerechten Kinderbetreuungsangeboten wollen wir Müttern und Vätern behilflich sein, damit sie Familie und Beruf erfolgreich miteinander vereinbaren können. Und darüber hinaus haben wir uns das Ziel gesetzt, bestehende Angebote zu vernetzen, um dadurch die bestmögliche Kinderbetreuung zu gewährleisten", erklärt Kerstin Leh mer. Und so bietet die KiBA neben der umfassenden Beratung die Vermittlung von flexibler, individueller und passgenauer Kinderbetreuung mit einem hohen Qualitätsstan dard.
Zur Vermittlung bereit stehen rund 80 ausgebildete Tagesmütter, die entweder die Kinder im eigenen Haushalt betreuen oder als Kinderfrau in den Haushalt der Eltern gehen. Notmütter, die sehr kurzfristig betreuen können, Babysitter und Ersatzomas, Nach mittags- und Ferienbetreuer von Schul- und Kindergartenkindern und auch Betreuerinnen für Randstunden oder auch für die Nacht.

Doch bislang nutzen erst rund 30 Familien das Angebot. Zu wenig für die Zukunft, denn die Fördermittel laufen im kommenden Jahr aus. Deshalb hoffen Kerstin Lehmer und Impuls-Geschäftsführer Wolfgang Meier auch auf weitere Unternehmen, die das KiBA-Projekt unterstützen. Die ABG geht mit gutem Beispiel voran. Wenn dort künftig eine Mitarbeiterin ein Kind bekommen hat und nach der Elternzeit weiter arbeiten möchte, weist die Personalchefin Ute Purschke auf die Dienstleistungen der KiBA hin. Wird dann die Agentur in Anspruch genommen, trägt das Unternehmen die „Einschreibgebühr" von 200 Euro. Die Betreuungskosten, die zwischen drei bis sieben Euro pro Stunde für eine Tagesmutter anfallen, zahlen die Eltern selbst. „Ich kann das Projekt nur un­ terstützen, es ist nützlich und die Unternehmen gehen kein Risiko und keine Verpflichtungen ein." Und wenn die Betreuung der Kinder gut geregelt ist, stehen dem Unternehmen qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zur Verfügung.

Die KiBA Hameln-Pyrmont ist zu erreichen in der Werkstraße 5 in Hameln, Telefon: (05151) 98 21 58.

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DeWeZet vom 27.08.2004
Telearbeit - Familie und Beruf unter einem Dach

Das Projekt zur Telearbeit war im September 2003 im Rahmen von "JobJumping Weserbergland" (Motto:"Zukunft sichern durch Familie UND Beruf") in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Holzminden gestartet.
Telearbeit - Familie und Beruf unter einem Dach

Positive Erfahrungen am Ende des einjährigen Equal-Projektes in drei Landkreisen des Weserberglandes

Hameln (maß). Der Weg zur Arbeit ist für Marion Komarek oft nur noch ein Gang über den Flur: Die Öffentlichkeitsarbeiterin der Hamelner „Sumpfblume" ist Teilnehmerin eines EU-Modellprojektes zur Telearbeit, das nun, nach einjähriger Dauer endet - mit einer durchweg positiven Resonanz der Beteiligten. Koordinatorin Birgitt Schindler von Hameln-Pyrmonts Beschäftigungs-gesellschaft: „Impuls" erklärt: „Die Vorteile der Telearbeit werden vor allem in Zusammenhang mit der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesehen." Diese nütze nicht nur den Beschäftigten, sondern auch ihren Arbeitgebern: Eine größere Arbeitszufriedenheit fordere die Leistungsbereitschaft; zugleich könnten qualifizierte Kräfte zum Beispiel nach der Geburt eines Kindes leichter weiter für den Betrieb zur Verfügung stehen.

10 Frauen und 2 Männer probierten es aus

Das Projekt zur Telearbeit war im September 2003 im Rahmen von Jobjumping Weserbergland" (Motto: „Zukunft sichern durch Familie UND Beruf) in den Landkreisen Hameln-Pyrrnont, Schaumburg und Holzminden gestartet. Mit Fördergeldern von bis zu 800 Euro von der Europäischen Union, den Landkreisen und der Arbeitsagentur im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative „Equal" wurden zwölf Heimarbeitsplätze eingerichtet, davon zwei für Väter. Die TeilnehmerInnen wurden zunächst in einer 14-tägigen Schulung auf ihre neue Arbeitsumgebung vorbereitet; unter anderem ging es um die Themen Datensicherheit, Umgang mit dem Internet, Steuerrecht und Zeitmanagement. Über das Jahr verteilt gab es fünf weitere Schulungstage. Außerdem wurden die Betroffen via Internet durch die Dozentin betreut. Die Telearbeitenden kommen aus, Berufsfeldern wie dem Personalwesen, der Buchhaltung, dem Telefonmarketing und dem Mediendesign. Dagmar Plieschke, Personalsachbearbeiterin bei der Kreisverwaltung Schaum­ burg, berichtet, dass die b fürchteten Probleme - etwa die Erreichbarkeit durch andere Mitarbeiter - ausgeblieben sind. Gehakt habe es mitunter bei der EDV-Technik. Die meisten Telearbeitenden haben nach wie vor auch einen Schreibtisch in ihrer Firma oder Behörde und verbringen dort einen Teil der Arbeitszeit. „Dadurch bleibt der Kontakt zu den Kollegen und die Integration im Be­ trieb bestehen", erläutert Petra ; Broistedt, Frauenbeauftragte im Kreis Holzminden.

Mehrere Telearbeiterinnen erzählten in der Abschlussveranstaltung, wie die Grenzen zwischen Heim und Arbeit verschwimmen. Eine Selbstdisziplinierung sei nötig, um nicht zu viel zu arbeiten. Wichtig sei es auch, der Familie klar zu machen, dass man zu bestimmten Zeiten „zwar zu Hause, aber praktisch doch nicht da ist". Gerade die größere Ruhe zu Hause wird gelobt: Dadurch lasse sich die Arbeit schneller und konzentrierter erledigen. Die beteiligten Unternehmen - darunter die Kreisverwaltungen, eine Buchhandlung und Radio Aktiv - wollen nach Auslaufen des Equal-Projektes überwiegend ihre Telearbeitsplätze bestehen lassen.

Parallel zur Telearbeit förderte Equal in den Unternehmen die Einstellung von ,Job-Rotandinnen". Acht vormalig arbeitslose Frauen erhielten die Chance, sich ein Jahr lang im Job zu bewähren - auf dem Platz der Telearbeitenden.


STICHWORT
Die Initiative „Equal"

Die EU-Gemeinschaftsinitiative „Equal" ist ein Instrument, um neue Wege und Konzepte „gegen Diskriminierung und Ungleichheiten jeglicher Art am Arbeitsmarkt" zu erproben. Die Ergebnisse fließen in die Förderpraxis der EU ein. Im Equal-Projekt ,Job-Jumping Weserbergland" arbeiten die Landkreise Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Holzminden zusammen. Ziel ist die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hierzu gibt es 26 Teilprojekte; für sie stehen vier Millionen Euro der EU, der Kreise und der Arbeitsagehtur bereit. Ansprechpartnerinnen sind: Birgitt Schindler (05151/ 982122), Michaela Gorges (O5721/7O3775) und Antje Geißler (05531/1216743).


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